Imagining Desires

 

Imagining Desires Bilder befragen – Begehren erkunden.
Ein wissenschaftlich-künstlerisches Forschungsprojekt zu Sexualität, visueller Kultur und Pädagogik

 

Projektlaufzeit: 1.9.2017  bis 30.9.2019
Kontakt: imagining.desires@akbild.ac.at
Projekt Imagining Desires: www.imaginingdesires.at
Programm Sparkling Sciences: www.sparklingscience.at

 


Imagining Desires ist ein partizipatives Forschungsprojekt, in dem Schüler/-innen, Lehrer/-innen, Lehramtsstudierende, Wissenschaftler/-innen, Sexualpädagog/-innen  und Künstler/-innen gemeinsam zu Fragen rund um Sexualität,  visuelle Kultur und Pädagogik forschen.


Imagining Desires
fragt danach, welche sexuell konnotierten  Bilder Schüler/-innen und (angehenden) Lehrpersonen im ihren Alltagswelten auffallen und wie sie diese wahrnehmen, d.h. welche Bilder anregen, aufregen, anziehen, abstoßen, verunsichern und neugierig machen. Denn in und durch Bilder werden Vorstellungen über Sexuelles, Lust, Begehren, Intimität und Körper hervorgerufen,  geformt, visualisiert, normiert und irritiert u.a.m. Das Forschungsteam von Imagining Desiresgeht auch der Frage nach, welche Bilder eingesetzt werden, wenn in pädagogischen Kontexten über Sexualität,  Körper und intime Beziehungen gesprochen wird. Die gesammelten Bilderaus Alltag  und Pädagogik werden im Projekt auf ihre visuellen Strategien und ihre Angebote  zur Identifizierung  hin untersucht und kritisch befragt: Wer und was ist (nicht) abgebildet?  Welche Vorstellungen von sexuell aktiven Personen, begehrenswerten Körpern, intimen Beziehungen, lustvollem Sex und problematischen Verhaltensweisen werden dabei transportiert?

 

Imagining Desires geht von der Annahme aus, dass junge Menschen sowohl handlungsfähig sind als auch Begleitung von Erwachsenen sowie Schutz vor Diskriminierung  und Gewalt brauchen. Von  diesem Standpunkt aus entwickeltImagining Desiresein partizipatives Forschungsdesign, an dem Schüler/-innen als möglichst gleichberechtige Akteur/-innen beteiligt  sind und gemeinsam mitStudierenden, (sexual)pädagogisch Tätigen, Wissenschaftler/-innen und Künstler/-innen für sie relevante Fragen formulieren und methodisch geleitet  bearbeiten. Das Projekt kombiniert dabei sozial-, kultur-und bildungswissenschaftliche wie auch künstlerische Zugänge  und bezieht Wissen aus Gender-, Queer- und Postcolonial Studies ein.


Mediale  und wissenschaftliche Diskussionen um Sexualität  und (angemessene) Bilder für Kinder und Jugendliche konzentrieren sich gegenwärtig vor allem auf problematisierte Themen wie Sexting oder Pornografie. Vor dem Hintergrund  kontroverser öffentlicher Debatten um schulische Sexualpädagogik zielt die Forschungs-und Bildungsarbeit des Projekts Imagining Desires darauf ab, die wissenschaftliche, pädagogische und peerkulturelle  Diskussion um Sexualität und Bilder zu beforschen, zu differenzieren und zu inspirieren. Im Projektverlauf werden vom Forschungsteam Materialien für Kinder und Jugendliche, für Sexual-und Kunstpädagogik sowie für Schule und Lehrer/-innenbildung entwickelt, die darauf abzielen Prozesse sexueller Bildung zu ermöglichen und Critical Visual Literacy sowie künstlerisch-gestalterische und sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu fördern.

 

Projektleitung:

Akademie der bildenden Künste Wien / Institut für das künstlerische Lehramt
Elisabeth Sattler (e.sattler@akbild.ac.at) und Marion Thuswald (m.thuswald@akbild.ac.at)

 

Kooperationspartner/-innen:

Sir-Karl-Popper-Schule Schweglerstraße(NMS)
Gymnasium/Realgymnasium Geblergasse (GRG 17)
Pädagogische Hochschule Wien (PH Wien)
Verein Selbstlaut –Gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen
Dschungel Wien –Theaterhaus für junges Publikum